Deine Schöpferkraft entfalten

Wie du mit Affirmationen deine Schöpferkraft stärkst

Dieses Thema habe ich mir heute rausgepickt, weil mir erst diese Woche wieder einmal eine tolle Affirmation zugeflogen ist. Plötzlich war sie da. Glasklar. Und ich spürte sofort, dass ich weiß, dass es so kommt.

Hattest du auch schon mal so ein Erlebnis? Arbeitest du vielleicht schon regelmäßig ganz bewusst mit Affirmationen? Oder ist das Thema noch ganz neu für dich und du fragst dich gerade „Wovon redet die da eigentlich?“. Ganz egal, wo du gerade stehst, in diesem Artikel findest du die wichtigsten Antworten, um dich anschließend direkt auf die Suche nach deinen ganz persönlichen Affirmationen machen zu können, um deine Schöpferkraft zu entfalten und deine Träume wahr werden zu lassen.

Was ist eine Affirmation?

Affirmationen nennt man im Deutschen auch Glaubenssätze. Und betrachtet man dieses Wort mal ganz nüchtern, dann sind Glaubenssätze nichts anderes als Sätze, an die du glaubst. Du kannst dir das vorstellen, wie eine Brille, durch die du die Welt betrachtest. Sie sind also wie eine Art Wahrnehmungsfilter.

Wichtig zu wissen ist auch, dass es sowohl hinderliche als auch förderliche Glaubenssätze bzw. Affirmationen gibt. Lass uns zwei Beispiele anschauen, um es klarer zu machen. Ich habe dafür zwei ganz persönliche Beispiele gewählt.

So lautet einer meiner ganz persönlichen hinderlichen Glaubenssätze: Wasser ist nicht mein Element. In meiner Kindheit hatte ich leider einen ganz schrecklichen Schwimmlehrer in der Schule. Der war der Meinung, dass er uns Kindern das Schwimmen und Tauchen beibringt, indem er uns vom Beckenrand ins tiefe Wasser schubst. Das hat damals bei mir ziemliche Angst und Panik ausgelöst. Meine Mutter war zwar so toll, dass sie mich recht schnell aus diesem Schwimmunterricht rausgeholt hat, aber scheinbar hatte sich zu dem Zeitpunkt schon etwas in meinem Unterbewusstsein festgesetzt. Etwas in der Art, wie „Wasser ist gefährlich. Darin ertrinkt man.“ Und letzten Endes resultiert das darin, dass ich noch heute sehr großen Respekt vor Wasser habe. Ich tauche unheimlich ungern und auch nur mit zu gehaltener Nase und zu gepressten Augen bzw. merke ich in manchen Situationen (wie zum Beispiel, wenn ich mich einem Wasserfall nähere), dass mein Herz sofort schneller anfängt zu schlagen und mich eine leichte bis mittlere Panikattacke überrollt. Wenn ich das so niederschreibe, merke ich, dass ich diesen Glaubenssatz unbedingt mal auflösen sollte. 😉

Ein ganz persönlicher, wunderbarer und förderlicher Glaubenssatz – den ich auch schon in der Einleitung erwähnt hatte – ist mir diese Woche einfach so während einer Autofahrt zugeflogen. Ganz plötzlich war er da: Ich gehe meinen Weg. Wenn du den ersten Artikel meines noch recht frischen Blogs gelesen hast, dann weißt du, dass ich hier noch einiges vorhabe. Und das nicht nur hier im Blog, sondern auch generell in meinem Leben. Ich werde mich persönlich in ganz neuen Themen weiterbilden und plane mittelfristig dadurch auch beruflich etwas zu ändern. Das macht mir schon manchmal etwas Angst. Und umso schöner war es, diesen tollen Glaubenssatz zu erhalten. Und ich habe ihn in dem Moment nicht nur einfach so gedacht, sondern ich habe es ganz tief in mir drin gespürt, dass er stimmt, dass es genau so kommen wird. Ich hab mal jemanden sagen hören, dass das unser zukünftiges Ich ist, das in diesem Moment zu uns spricht. Wer weiß. Ich finde, das ist eine wundervolle Vorstellung.
In jedem Fall zählt dieser Glaubenssatz zur Sorte der förderlichen Affirmationen. Er gibt mir Vertrauen, stimmt mich positiv und hilft mir dabei, meine Träume und Wünsche zu erfüllen.

Woher kommen Glaubenssätze?

Glaubenssätze können sich auf verschiedenen Wegen in dir verankern. Shefali Tsabary schreibt zum Beispiel in ihrem Buch „Entdecke dich selbst durch dein Kind“, dass sich viele unserer Glaubenssätze bereits in den ersten sechs Jahren unseres Lebens formen. Sie können aber auch noch später im Leben durch Autoritätspersonen oder Personen, die dir wichtig sind, in dein Unterbewusstsein gelangen. Oder durch einschneidende Erfahrungen in deinem Leben, wie in meinem Fall mit dem Schwimmunterricht.

Falls du jetzt sofort nur an negative Affirmationen gedacht hast – auch positive, förderliche Glaubenssätze können dich auf diesen Wegen erreichen. Oder eben, wenn dein künftiges Ich mit dir spricht.

Was machen Glaubenssätze mit uns?

Und das führt uns auch zu der Frage, warum du dich mit diesem Thema überhaupt beschäftigen solltest. Glaubenssätze sitzen so tief in uns fest, dass wir sie mal mehr und mal weniger bewusst immer und immer wieder wiederholen. Und durch diese ständigen Wiederholungen wandern sie über kurz oder lang in unser Unterbewusstsein und beeinflussen dann von dort unser Leben.

Es gibt da eine Legende von einem Experiment mit fünf Affen. Und zwar hat man diese in einen Käfig gesetzt, oben an die Decke eine Banane gebunden und dann darunter eine Leiter gestellt. Jedes Mal, wenn nun ein Affe versucht hat, die Leiter hochzuklettern, um an die Banane zu kommen, wurden die anderen Affen kalt geduscht. Das resultierte recht bald darin, dass jeder Affe, der versuchen wollte, sich die Banane zu holen, von seinen Kollegen verprügelt wurde. Nach einer Weile wurde ein Affe ausgetauscht. Dieser wusste nichts von den kalten Duschen und den Prügeleien, sah die Banane und rannte natürlich sofort los, um sich diese zu holen. Auch er wurde von den anderen Affen sofort verprügelt. Stück für Stück wurden so alle Affen ausgetauscht. Kalte Duschen gab es keine mehr. Aber jedes Mal, wenn wieder ein neuer Affe versuchte, sich die Banane zu holen, gaben ihm die anderen eine gehörige Tracht Prügel – auch wenn sie niemals zuvor selbst eine kalte Dusche abbekommen haben.

Zudem gibt es das allseits bekannte Beispiel, dass große, kräftige und mächtige Elefanten im Zaum gehalten werden können nur durch ein dünnes Seil um ihren Fuß. Sie könnten dieses Seil theoretisch binnen einer Sekunde zerreißen und entkommen, aber sie haben in ihrer Kindheit gelernt, dass sie sich von diesem Seil nicht befreien können. Und das sitzt so tief in ihnen, dass sie es als große, erwachsene Elefanten gar nicht einmal mehr probieren.

Beide Beispiele sind definitiv keine Beispiele für angemessenen Umgang mit Tieren. Und die Geschichte von den Affen lässt sich auch nirgendwo so richtig nachweisen. Aber trotzdem machen doch beide deutlich, was Glaubenssätze mit dir machen. Sie sitzen tief in deinem Inneren und wirken von dort wie eine Art Wahrnehmungsfilter, der beeinflusst, wie du alle möglichen Situationen und Erlebnisse in deinem Leben beurteilst.

Wie kannst du Affirmationen gezielt einsetzen, um dein schöpferisches Potential zu entfalten?

Das Thema negative Glaubenssätze zu erörtern und gegebenenfalls aufzulösen, möchte ich an dieser Stelle bewusst erst einmal außen vor lassen. Das ist für sich ein ziemlich komplexes Thema. Denn hinderliche Glaubenssätze kommen nicht immer von ungefähr, sondern hatten zumindest eine Zeit lang in unserem Leben eine berechtigte Funktion, zum Beispiel, um uns vor Gefahren zu schützen. Daher sollte man sich das wirklich genauer ansehen, bevor man versucht, so etwas aufzulösen. Und je nachdem, wie tief diese Glaubenssätze in uns verankert sind, ist es auch nicht einfach damit getan, sie in eine positive Affirmation umzukehren und sich diese ab sofort tausend Mal am Tag vorzusagen. Ich denke, zu diesem Thema wird es demnächst mal einen gesonderten Beitrag geben.

Stattdessen möchte ich an dieser Stelle darauf eingehen, wie du gezielt mit positiven Affirmationen arbeiten kannst.

Nimm dir als erstes mal etwas Ruhe und Zeit und am besten auch einen Zettel und Stift. Und dann überleg mal, was du aktuell in deinem Leben erreichen möchtest – vielleicht auch einfach nur den nächsten Schritt auf dem Weg zu einem größeren Ziel. Stell dir vor, was dir Personen, die dir positiv gestimmt sind und die dich gern haben, dir sagen würden, um ihre Unterstützung auszudrücken. Oder stell dir vor, du triffst dein zukünftiges Ich, das deinen Traum oder dein Ziel bereits erreicht hat. Was würde dir dein zukünftiges Ich sagen, um dich darin zu bestärken, deinen Weg zu gehen?

Dann formuliere mindestens einen ganz klaren, kurzen und eingängigen Satz, der sich für dich gut anfühlt und schreibe diesen auf. Wichtig ist auch, dass dieser Satz positiv formuliert ist. Also zum Beispiel nicht: Ich habe keine Angst mehr. Sondern lieber: Ich bin mutig.

Und ab sofort schreibst du diesen Satz jeden Tag mehrmals auf, oder sagst ihn dir vor, oder denkst ihn beim Aufstehen und beim Zubettgehen. Oder du hängst ihn dir irgendwo auf, wo du täglich mehrmals drauf schaust.

Und jetzt kommt noch ein wichtiger Erfolgsfaktor: deine Gefühle. Dir diesen Satz im morgendlichen Tran einfach nur 20 Mal aufzusagen, wird dich nicht weiterbringen. Sag es lieber nur dreimal oder vielleicht sogar nur einmal, aber mit Gefühl. Und zwar mit dem Gefühl, das du haben wirst, wenn du dein Ziel erreicht, deinen Wunsch erfüllt hast. Wie würdest du dich dann fühlen? Und genau dieses Gefühl versuchst du von der Zehenspitze bis in die letzte Haarwurzel in deinem Körper auszubreiten, wenn du deinen Glaubenssatz vor Augen hast.

Du wirst sehen und spüren, dass sich recht bald etwas verändert.

Warum, wieso, weshalb? Darüber sprechen wir ein andermal.

Und jetzt,
Öffne dein Herz und breite deine Flügel aus!

Deine Katrin

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